Praxisforum

Please note that all presentations within the I-KNOW Praxisforum are in German only.

Im I-KNOW 2010 Praxisforum erhalten Konferenzteilnehmer durch zahlreiche hochkarätige Vortragende aus der Wirtschaft praxisnahen Einblick zu den Konferenzthemen. Der im Praxisforum stattfindende Wissenstag Österreich 2010 wird von der Plattform Wissensmanagement organisiert und im Rahmen des I-KNOW Praxisforum ausgetragen.

I-KNOW Rundblick

Folgende Vortragende haben sich für das I-KNOW-Praxisforum angekündigt:

Johannes Müller (Siemens, Building Technologies Division)
Wissensaustausch und ‘Social Networking’ mit Web 2.0 im Unternehmen

Mit der Web2.0-Applikation References@BT haben alle Mitarbeitende von Siemens, Building Technologies Division, die Möglichkeit, eigene Beiträge im Intranet zu veröffentlichen sowie Beiträge anderer Kollegen zu kommentieren oder zu beantworten. Dies erlaubt einen schnellen und weltweiten Austausch von persönlichen Erfahrungen und Best-Practices innerhalb des Unternehmens. References@BT ist eine Intranet-Anwendung, welche – im Sinne von ‘Social Networking’ – Mitarbeitende über geographische und organisatorische Grenzen hinweg vernetzen und diese zur direkten Kommunikation untereinander animieren möchte. Mit der Zielsetzung eines zeitnahen und weltweiten Wissensaustausches können die Nutzer auf References@BT sowohl persönliche Erfahrungen, als auch dringende Fragen (als sogenannte ‘Urgent Requests’) und Antworten darauf austauschen. Dazu stehen den Nutzern neben den sog. “Wissensreferenzen” mehrere themenspezifische Diskussionsforen und ein Microblog zur Verfügung. Der dadurch initiierte Wissenstransfer findet nicht nur über die Anwendung, sondern auch parallel dazu über bilaterale Kommunikation statt.

Lars Langenberg (Pumacy Technologies)
Wie viel Web 2.0 hilft im Wissensmanagement? Gratwanderung zwischen Steuerung und Selbstorganisation in der Team Kollaboration

Um Zusammenarbeit in formal organisierten Strukturen optimal zu fördern, müssen der vorgegebene Rahmen als Standard und die Selbstorganisation als informelles Element zusammen-wirken. Anwendungsbeispiele aus KMU, der Life-Science-Branche und F&E-Projekten zeigen, wie Ideen- und Wissensmanagement softwareunterstützt in die tägliche Kollaboration einfließen.

Martin Wunderli (Trivadis)
Know-how Sammlung, Verteilung und Management bei einem mittelständischen IT Consulting Dienstleister

Dieser Vortrag zeigt in als Praxisbericht, wie durch ein mehrstufiges Knowledge Management Konzept, abgestuft nach den Anforderungen an Antwortzeiten, Detailtiefe und Maturität, eine räumlich wie thematisch diversifizierte Organisation die Knowhow Anforderungen ihrer Mitarbeiter optimal erfüllen kann.

Thomas Kutschi (Infonova)
Erfahrungen mit Web 2.0 als Projektmanagement-Tool

Immer mehr Unternehmen bezeichnen sich selbst als projektorientiert. Das Managen dieser Projekte und des Wissens das in den Projekten entsteht werden daher zu immer wichtigeren Herausforderungen. Web 2.0-Unternehmen und Technologieanbieter haben sich deshalb dieses Themas angenommen. Die Präsentation zeigt gute und schlechte Erfahrungen mit Web 2.0-Technologien in verschiedenen internationalen Projekten auf – und wo diese Technologien nutzbringend eingesetzt werden können.

Benno Ackermann (Credit Suisse AG)
Eine alltagstaugliche Methode für den effizienten Wissenstransfer in der Credit Suisse AG

Aufgrund über 150 erfolgreich durchgeführter Wissenstransfers für Schlüsselpersonen werden in diesem Vortrag drei Methodiken vorgestellt und auf die Praxistauglichkeit in Ihrem Umfeld überprüft:
1. Manager on Move: Speziell ausgelegt für Führungskräfte, welche das Team verlassen, hilft die Methodik die richtigen Prioritäten zu setzen und auch unter schwierigen Bedingungen optimale Team Deliverables zu realisieren.
2. Expert on Move: Was geschieht, wenn ein Experte das Team verlässt, der massgeblich am Aufbau einer Applikation oder eines Prozesses mitbeteiligt war? Die Wissensidentifikation und die daraus erstellte Wissenslandkarte garantieren auch weiterhin die Stabilität der Applikation oder Prozesses und hilft, echte Stellvertreter aufzubauen.
3. Team on Move: Reorganisationen auf Teamlevel verursachen hohe Verluste an Wissen. Die Methodik hilft Lücken zwischen alten und neuen Wissensträgern zu schliessen, was neue Masstäbe in einer agilen Organisation setzt.

Doreen Siegfried und Klaus Tochtermann (Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft)
Thematische Informationsangebote im Internet – Ein Weißer Fleck?

Der Vortrag stellt die Ergebnisse einer umfassenden Marktstudie vor, in deren Rahmen untersucht wurde, wie Wissensarbeiter/innen auf thematisch fokussierte Informationsangebote, wie etwa die der ZBW im Bereich der Wirtschaftswissenschaften, zugreifen. Zum einen zeigen die Ergebnisse erwartungsgemäß, dass circa 90 Prozent der User über Suchmaschinen den Ersteinstieg finden. Überraschend ist, dass der informelle Austausch von Dokumenten über Soziale Netzwerke von deutlich mehr Nutzerinnen und Nutzern wahrgenommen wird als der direkte Einstieg auf den Suchportalen von Spezialanbietern. Neben weiteren Ergebnissen zeigt der Vortrag auf, wie Unternehmen der Medienbranche sich aufstellen können, um mehr Nutzerinnen und Nutzer im Ersteinstieg auf die eigenen Portale umzulenken.

Werner Schachner (SUCCON ) und Manfred Kink (SFG)
Entwicklung und Austausch von Mustern des Unternehmenserfolgs mit Web 2.0

Im Kern des Vortrags wird das Projekt „SmS | Startup mit System“ präsentiert, an welchem sich ausgewählte Berater und (bis zu 1000) Jungunternehmer beteiligen. SmS ist Beispiel dafür, wie Web 2.0 genutzt werden kann, um unternehmensübergreifend ein besseres Verständnis für die Funktionsweise des komplexen Systems Unternehmen zu entwickeln. Das Besondere daran: Die im Projekt im Einsatz befindliche Web 2.0-Lösung erlaubt es, Erfahrungen und Wissen zu Transferieren, ohne dabei Erfolgsgeheimnisse preisgeben zu müssen.

Dr. Stefanie Lernbecher, Dr. Clemens Pirker (Hyve)
(Co-Creation entlang der Wertschöpfungskette auf der Basis von Web 2.0

Innovative Unternehmen wie Swarovski, Daimler oder Siemens setzen unternehmensinterne Communities dazu ein, Mitarbeiter zu vernetzen und ihr Wissen und kreatives Potential für Innovationen im Unternehmen zu nützen. Der Vortrag zeigt anhand von realen Fällen die Nutzung von User-Generated-Content für unterschiedliche Aufgabenstellungen entlang der Wertschöpfungskette.

Timo Borst (Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft)
Integration von Normdaten in Bibliotheksanwendungen auf der Basis von Webservices mit Semantic Web-Technologie

Klassische Bibliotheksanwendungen wie Kataloge, Portalsysteme oder Dokumentenserver erzeugen und verwalten nach wie vor jeweils eigene Datenbestände, die in keinem Zusammenhang miteinander stehen und sich häufig nur schwer und aufwändig homogenisieren lassen. Die Integration von bibliothekarischen Normdaten – etwa zu Personen, Organisationen oder Verschlagwortungen – bietet hier sowohl systemintern als intrasystemisch die Möglichkeit zur Verbesserung. Sie beruht auf Webservices, die die Daten über ein einfaches, use-case-zentriertes REST-Interface zugänglich machen. Damit können die Daten direkt in den Webseiten von bibliothekarischen und sonstigen Webanwendungen genutzt werden. Das Verfahren wird anhand von zwei zentralen Use Cases – Thesaurus-Unterstützung bei der Indexierung und beim Retrieval – vorgestellt.

Waltraud Wiedermann (APA Defacto) und Wolfgang Kienreich (Know-Center)
Messung der Werbewirksamkeit durch Bild- und Logoerkennung in Medienarchiven

Das Archiv der APA-DeFacto GmbH, einer der größten Medien- und Fachdatenbank-Anbieter Österreichs, beinhaltet aktuell mehr als 100 Millionen Dokumente. Täglich kommen etwa 9.000 Einträge dazu. In allen Rechercheoberflächen der APA-DeFacto gehört es mittlerweile zum Standard die Resultatmengen entlang inhaltlicher Dimensionen zu analysieren: Themenclustering, 3D Visualisierungen, Extraktion von Metainformationen, Anzeigen ähnlicher Dokumente, Verknüpfung zu Hintergrundinformation sind bereits realisiert. In einem gemeinsamen Projekt mit dem KnowCenter und Joanneum Research werden diese Analysemöglichkeiten nun um das automatisches Erkennen und Auswerten von Firmenlogos in Zeitungen und Videos erweitert. Eine automatische Sentiment-Analyse des inhaltlichen Umfeldes gibt zusätzlich Auskunft über die Platzierung und Werbewirksamkeit des Logos oder Bildes.

Volker Zimmermann (IMC)
Integriertes Lern- und Talent Management: Die IT wird in Unternehmen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Kampf um Mitarbeiter

Integrierte Lern- und Talentmanagement-Lösungen sind ein zunehmend wichtiges Thema in Unternehmen. Die Notwendigkeit in Unternehmen, die Potentiale der Mitarbeiter schnell zu erkennen und zu entwickeln, wird umso wichtiger, je stärker sich die demographischen Faktoren am Arbeitsmarkt auswirken. Unternehmen können in Zukunft immer weniger damit rechnen, die Schlüsselpersonen am externen Arbeitsmarkt zu rekrutieren. Die interne Lösung der Personalbeschaffung und des effizienten Einsatzes in Verbindung mit Personalentwicklung wird zur strategischen Waffe. Wer dies besser beherrscht, wird erfolgreicher sein. Zahlreiche Studien belegen diesen Trend. In 60% aller Fälle sind externe Rekruitierungen ineffizient, während durch interne Personalentwicklung viel bessere Auswahlentscheidungen getroffen werden. Lern- und Talentmanagement-Lösungen schaffen Transparenz und werden das IT-Rückgrat “intelligenter” HR Aufgaben sein, während Personaladministration und Gehaltsabrechnung eher ausgelagert werden können.

Franz Gatterer (Consultingteam.at)
Wissensmanagement in der Unternehmensführung – Eigenständiges Konzept oder Ergänzung zu bestehenden Ansätzen? Ein ganzheitliches Vorgehensmodell unter der Perspektive von Wissensmanagement

Welchen Stellenwert hat Wissensmanagement in der Unternehmensführung heute? Vor allem die Frage der Abgrenzung und Überschneidung von Wissensmanagement zu bestehenden Konzepten der Unternehmensführung ist aus der Perspektive des Kundennutzens relevant. Kann Wissensmanagement zu diesen etablierten Konzepten in Konkurrenz treten oder vielmehr verbindend und ergänzend wirken, eine zusätzliche Perspektive bei der Führung von Unternehmen darstellen? Und wenn ja, wie? Diesen Fragen wird durch einen Praxisbericht nachgegangen und durch die Vorstellung eines integrativen Vorgehensmodells mögliche Antworten gegeben.

Jörg Wurzer (iQser AG)
Mehr Umsatz durch intelligente Produkte und Services mit semantischer Technologie

Insbesondere Medien stehen vor der Herausforderung, neue Angebote und Geschäftsmodelle zu finden.  Semantische Technologien bieten die einmalige Chance, Informationen automatisiert zu intelligenten Mashups zu aggregieren und dynamisch für verschiedene Zielmedien einschließlich mobiler Endgeräte aufzubereiten.  Nicht zuletzt werden neue Konzepte für Werbung möglich, die sich für den Leser von lästiger Störung zu  willkommener Information verwandeln.

Michael Heiss (Siemens IT Solutions and Services)
Von Use-Cases abgeleitete Schlüssel-Komponenten für erfolgreiche Social Enterprise 2.0 Lösungen

Es gibt inzwischen ein großes Angebot an Facebook-artigen Social-Media-Anwendungen für Unternehmen. Wir zeigen, wie bei Siemens während der Pilot-Phase vor dem globalen Launch der Enterprise 2.0 Lösung TechnoWeb 2.0 die Use-Cases der operativen Siemens Divisions untersucht wurden. Aus jenen Use-Cases, die am besten das operative Geschäft unterstützen, haben wir Tool-Komponeten abgeleitet, die diese Use-Cases möglichst ideal unterstützen.  Diese Schlüssel-Kompenten und die Konzepte dahinter werden vorgestellt. Beispiele für Schlüsselkomponenten sind der Urgent Request, die Partner-Netzwerke, das Corporate Tagging Framework, die Integration des sogenannten Activity Streams in das Arbeitsumfeld, semantisch unterstützte intelligente Verteilmechanismen und die semantisch unterstützte Navigation. Diese Optimierung auf die Use-Cases hat zur Folge, dass Standardlösungen nicht 1:1 eingesetzt werden können, sondern geschickt adaptiert werden müssen.

Franz Heller (Sigloch und Schrieder) und Roland Wenzel (Intellior)
Wege zur Entwicklung,Verwertung und zum Transfer von Know-how für Ersatzteillogistik im Maschinenbau

Ein Anbieter von Komponenten für Werkzeugmaschinen realisiert eine Online- Ersatzteilbeschaffung von Unikatsteilen. Dies bringt dem Kunden eine schnelle Spezifikation und Bestellung von kritischen Teilen, eine Steigerung der Anlagenverfügbarkeit sowie die Reduzierung der Lagerkosten. Die Liefertermine bei Ersatz-und Neubestellungen sind reduziert. Der Verkauf von Ersatzteilen ist rentabel. Die Schlüsselfrage für die Generierung von Know-how für diesen After-Sale-Service war: „ Wie kann der Anbieter mit minimalen Aufwand dem Kunden Serviceleistungen erbringen, die einer effizienten und zuverlässigen Ersatzteilbeschaffung dienen“?  Beim Erstkunden waren 10 MT für die Einrichtung dieser Serviceleistungen erforderlich, bei den nächsten Kunden jeweils nur 1 MT. Wie könnte ein Know-how Transfer von diesem Pilotprojekt auf andere Einsatz-und Verwendungsgebiete erfolgen? Die beiden Referenten bringen  einen Projektsteckbrief für ein Verbundprojekt zur Weiterentwicklung und Verwertung dieses Know-hows ein.

Reinhard Willfort (ISN – Innovation Service Network)
Braintwister – Soziale Netzwerke als Ideenpool für Unternehmen nutzen

Open Innovation ist für viele Unternehmen mittlerweile eine gute Quelle für Innovationen. Das Web ermöglicht dabei gezielt bestimmte Soziale Netzwerke als Ideenpool zu aktivieren. So zählt zum Beispiel die Kreativwirtschaft Österreichs 150.000 Personen, wovon 120.000 davon Einzelunternehmen sind, die sich immer wieder aufs neue die selben Fragen stellen müssen: Wie kann ich meine Idee umsetzen? Wie finde ich Partner für mein Projekt? Wie kann ich mit meinen Ideen Geld verdienen? Als Teil eines funktionierenden Netzwerks könnte für Unternehmer und Kreative vieles einfacher werden. Braintwister ist eine Kreativmethode, die Menschen spontan in Verbindung bringt, um gemeinsam viele Ideen zu entwickeln.

Manfred Ninaus (IITF – Institut für Innovations und Trendforschung)
Erfolgreiches Innovationsmanagement in KMUs

Der Begriff “Innovation” ist mittlerweile in aller Munde. Dennoch fällt es vielen Betrieben nicht leicht, Innovationsmanagement systematisch im Unternehmen einzuführen. Anhand von Best Practices und Beispielen werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie KMU’s erfolgreich “innovativ” werden und ihre Position im Wettbewerb halten und verbessern können. Dafür ist es essentiell einen Überblick zu haben, welche Methoden des Innovationsmanagements den KMUs helfen und welche diese eher überfordern.

Markus Pirker (Simplease)
Kundenorientierte Informationen durch Methoden des Interaction- und User Experience

Viele Unternehmen verwenden jede Menge Zeit und Geld darauf, mit Kunden zu sprechen und brauchen dennoch Monate dafür, Produktanforderungen zu definieren. Methoden des Interaction- und User Experience Designs helfen dabei diese endlosen Diskussion über die Bedürfnisse der Nutzer zu beenden, und jeden Beteiligten ins Bilde zu setzen, welches Produkt tatsächlich gestaltet werden soll. Zum Beispiel dienen Personas jedem, angefangen von Entwicklern bis hin zu Entscheidungsträgern, Nutzer zu verstehen, wie es mit keiner anderen Methode möglich wäre und Design-Entscheidungen sicher zu treffen. Szenarios zeigen auf, wie jede Persona mit einem idealen Produkt interagieren würde.

Wissenstag Österreich: Maria Leßlhumer und Roland Wenzel (EVIK), Werner Schachner (SUCCON)
Wege zur Vermarktung von Know-how anhand von Praxisbeispielen

Anhand von vier Praxisbeispielen werden verschiedene Ansätze zur Vermarktung von Know-how präsentiert. Auf Basis der in den Praxisbeispielen erzielten Ergebnisse wird aufgezeigt, welche Faktoren maßgeblich für eine erfolgreiche Vermarktung von Know-how sind.

Wissenstag Österreich: Sylvia Logar (Coca-Cola Hellenic Österreich)
Wissensmarketing bei Coca-Cola Hellenic Österreich – oder: Wissensmanagement einmal anders!

Vergessen seien all die Handbücher und Datenbanken, – die in der ersten Generation des Wissensmanagements in allen Industrieunternehmen gefordert und auch finanziell gefördert wurden.
Nach Jahrzehnten an verstaubten Ordnern, virtuell oder materiell ist die Erkenntnis ganz deutlich. Die MitarbeiterInnen sind das größte Gut eines funktionierenden Unternehmens. Man ist sich einig, dass neben dem Produkt das Wissen in der langsam spürbaren Wissensgesellschaft (auf dem Weg von der Informations- zur Wissensgesellschaft) auch in produzierenden Unternehmen relevant ist. Um langwährendes Wissen auch in der Organisation und in den Köpfen der MitarbeiterInnen zu verankern bedarf es Strategien des Wissensmarketings. Dies beruht vor allem auf zwei Säulen: Gezielten Interner Kommunikationsstrategien durch neue Kommunikationskanäle (Events, MitarbeiterInnenzeitungen etc.) sowie neuen Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen von MitarbeiterInnen, die ein breites Spektrum von klassischen Präsenztrainings über Stammtische bis hin zu eLearning-Modulen und sogenannte Learning Bits umfassen. Einige Beispiele sollen im Rahmen des Vortrages kurz vorgestellt werden

Wissenstag Österreich: Bernhard Krabina (KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung)
Wissensmanagement in Österreichs Ministerien

Das KDZ führt in Kooperation mit dem BKA eine Kurzstudie zum Thema Wissensmanagement in der Bundesverwaltung durch. Ziel der Erhebung ist es, einen Überblick über den Status von Wissensmanagement in der Bundesverwaltung zu erhalten und dabei folgende Fragestellungen zu bearbeiten:
- In welchen der 13 Ministerien ist Wissensmanagement bereits organisatorisch verankert?
- Wie ist das Verständnis von Wissensmanagement, welche Schwerpunkte werden gesetzt?
- Wie werden ausgewählte Themen gesehen (Wissensbilanz/Wissensbewertung, implizites Wissen, Wissenssicherung, Wissensdatenbanken)
- Identifikation von internationalen Best-Practices: Wie ist das Thema in anderen Bundesverwaltungen organisiert?

Wissenstag Österreich: Leopold Stieger (Seniors4success)
Mensch weg – Wissen weg. Amen

Explizites und implizites Wissen wird gerade in der Phase des Überganges in die Pension sträflich vernachlässigt. Viele Unternehmen bereinigen ihre Kostensituation mit einem radikalen Personalschnitt. Wenn sie aber über keine hilfreichen Personalentwicklungs-Methoden verfügen, um Leistungsträger und Minderleister zu unterscheiden, müssen sie nolens volens die guten und die schwachen mit dem Altersschnitt entfernen. Dabei gehen Schätze an Wissen und Berge an Motivation schlagartig verloren. All das basiert auf einem Bild vom Alter, das sich nicht vom dem unserer Großeltern unterscheidet. Wenn wir keine neues Bild vom Alter entwickeln, wenn wir nicht wissen, was im Alter mehr wird – was weniger wird, wissen alle – dann haben wir keine Perspektive und geben uns letztlich auf. Bei vollem Wissen.

Wissenstag Österreich: Birgit Gobi (Hewlett-Packard)
Wissensmarketing bei HP

Knowledge Management & Collaboration ist bei HP weltweit seit 1997 ein essentieller Bestandteil der Strategie. In der Geschäftseinheit “HP Technology Consulting”  zielt ein maßgeschneidertes Knowledge Management Programm besonders auf die weltweite Wiederverwendung von Know-how in externen Beratungsprojekten ab (und ermöglicht 30-40% Wiederverwendung in den Projekten). Dieser Vortrag demonstriert, wie Mitarbeiter bei HP motiviert werden Wissen zu teilen und wiederzuverwenden. Praxiserprobte Marketingmaßnahmen, wie die Wissensmesse, Success Stories, Story Telling über Podcasts und Webcasts, werden anschaulich vorgestellt.