Please note that all presentations within the Wissenstag Österreich are in German only.
Der Wissenstag Österreich 2011 ist Teil des i-Praxis Tracks der i-KNOW 2011. Der Wissenstag findet immer zu einem bestimmten Generalthema statt, weitere Programminformationen dazu folgen noch.Auf der alljährigen PWM-Tagung erwartet die TeilnehmerInnen ein abwechslungsreiches Vortragsangebot umhüllt mit dem internationalen Flair der i-KNOW. Zudem wird den TeilnehmerInnen Networking mit der internationlen WM-Community geboten.
Organisation und Programmverantwortung:
Claudia Thurner-Scheuerer
Community Managerin
Plattform Wissensmanagement
Inffeldgasse 21a, 8010 Graz
Tel.: +43 316 873 9270
Email: cthurner@know-center.at
Website www.pwm.at
Programm – Wissenstag Österreich 2011
Gloria Mark: Multi-tasking in the Information Age: Tasks, Information and Interaction Contexts
C. Thurner-Scheuerer (Community-Managerin der Plattform Wissensmanagement): Eröffnung und Begrüßung, C. Thurner-Scheuerer (Community-Managerin der Plattform Wissensmanagement) (Folien)

Nach dem Keynote wird Frau Thurner-Scheurer die Eröffnung und Begrüßung vornehmen.
M. Nitschke (Cogneon GmbH), A. Hußnetter (Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG): Zukunft Wissensbewahrung – mit Innovation und Tradition (Folien)

Der Beitrag zeigt die Entwicklung der Wissensbewahrungsmethode Expert Debriefing der letzten 10 Jahre, unter den Anforderungen und Einflüssen von Enterprise 2.0, und zeigt auf, wie durch die Verbindung von persönlichem und organisationalem Wissensmanagement die Vision der Lernenden Organisation gefördert werden kann. Anhand eines konkreten Praxisbeispiels von Schaeffler wird dargestellt, worauf bei der Verankerung in einer Organisation z.B. im Bereich Personalmanagement, Talent Retention oder Demografiemanagement zu achten ist.
H. Nagy (Semantic Web Company), M. Dekner (f-star, Biotechnologische Forschungs- u. Entwicklungs GesmbH): Wissensarbeit heute – Wie die Zusammenarbeit in einer Community of Practice mit Hilfe eines Wikis gestaltet werden kann (Folien)

Das Paradigma der Wissensarbeit hat sich seit P. Drucker nicht grundlegend verändert, unterschiedlich sind die Werkzeuge die heute einem Wissensarbeiter zur Verfügung stehen. Die Prinzipien und Technologien des Web 2.0 ermöglichen einen schnelleren und leichteren Zugang zu Wissensträgern und zu dem von ihnen explizierbaren Wissen. Zudem fördern Sie den Austausch zwischen Wissensarbeitern und bieten die Möglichkeit zur kollaborativen Wissensgenerierung. Alles Ziele die schon in der klassischen Wissensmanagementliteratur gefordert wurden bzw. einen Knackpunkt bei der Umsetzung von Wissensmanagmentprozessen darstellen. Auch wenn die Idee des Web 2.0 nicht aus der Wissensmanagementcommunity entstanden ist, erscheint es uns offensichtlich die beiden Welten zusammenzuführen.
Die Wissensrunde Enterprise 2.0 wurde im März 2010 ins Leben gerufen. Seither setzen wir uns theoretisch und praktisch mit dem Thema “Enterprise 2.0″ auseinander. Da es von Anfang an das Ziel war nicht nur theoretisch über das Thema zu arbeiten sondern auch praktisch damit verbundene Technologien einzusetzen um kollaborativ gemeinsam das Thema zu erschließen wurde ein Confluence Wiki als Plattform für die Zusammenarbeit gewählt. Im Wiki angemeldet sind 28 Mitglieder und aktiv an Treffen nehmen etwa 10 Mitglieder in wechselnder Zusammensetzung teil. Auf dem Wissenstag bei der iKnow 2011 möchten wir auf den Arbeitsprozess und die damit verbundenen Erfahrungen in der Runde eingehen und dann Auszüge aus unseren Ergebnisse präsentieren.
M. Daum (Diplomand des Know-Center): Exklusiver Preview der Plattform Wissensmanagement um neue Features (Folien)

P. Kral (Know.learn&lead): Paradigmenshift für Wissenarbeiter/innen in Leadposition, ausgerichtet an den Perspektiven der Balanced Scorecard (Folien)
Das Modell eines passiv erfahrenen Wissenserwerbs wird in der Lernpsychologie seit langem durch das Paradigma der Wissenskonstruktion abgelöst. Berufliches Lernen (auch Führungslernen) wird wie das kognitive Lernen allgemein als ein konstruktiver Prozess verstanden, der kontextgebunden (situiert), durch sozialen Austausch (kooperativ) und über weite Strecken auch selbstgesteuert erfolgt. Das strategische Instrument der Balanced Scorecard fokussiert dabei auf die Kompetenzentwicklung von Wissensarbeiter/innen in Führungspositionen und zeigt Kriterien zur transformativen Führung.
P. Wimmer (Donau Universität Krems): Methoden zur Explizierung des Erfahrungswissens. Eine Darstellung aus dem Blickwinkel des Wissensmanagements sowie des Systemischen Coachings (Folien)
Der Vortrag stellt Methoden dar, die zur Explizierung von Erfahrungswissen dienen. Dabei werden einerseits entsprechende Methoden aus dem Wissensmanagement und andererseits aus dem Systemsichen Coaching beschrieben. Bei den Coaching-Methoden richtet sich das Hauptaugenmerk auf spezielle Fragetechniken. Abschließend werden die Hauptergebnisse aus einer Umfrage unter Coaches zum Thema „Heben des Erfahrungsschatzes“ referiert.
S. Güldenberg, I. Bildstein (Universität Liechtenstein): Schöne neue Wissens-Welt? Wie wir die Ideen von Peter F. Drucker zur Wissensarbeit endlich wirksam umsetzen müssen und warum dies vielen Unternehmen immer noch so schwer fällt (Folien)

Peter Drucker hat lange bevor technische Innovationen wie der PC oder das Internet überhaupt absehbar gewesen waren, das Auftreten von sogenannten Wissensarbeitern prophezeit. Heute ist diese neue Arbeitswelt zur Realität geworden. Die Mehrheit verdient ihr Geld nicht mehr primär durch ihre Muskelkraft, sondern dadurch, dass sie permanent neues Wissen entwickeln. Krux an der ganzen Sache ist, dass Wissensarbeiter viel weniger von ihren Organisationen abhängig sind als umgekehrt. Für die Unternehmensführung stellt sich daher die Frage immer drängender, wie man den wichtigsten Vermögenswert des 21. Jahrhunderts anziehen und dauerhaft an ein Unternehmen binden kann. Erstaunlicherweise haben die an sich wegweisenden Ideen Drucker’s also nie wirklich den Weg in die Managementpraxis gefunden – wo man bis heute mit altbekannten, aber leider auch hoffnungslos veralteten Führungs- und Motivationstechniken arbeitet. Unser Beitrag fokussiert darauf, wie man die für produktive Wissensarbeit so bedeutsame wissensorientierte Führung fördern kann. Dazu kombinieren wir neueste psychologische Erkenntnissen mit bewährten Wissensmanagementpraktiken. Die direkte Folge schlechter Führung ist, dass innere Kündigung und Burnout derzeit in der Praxis dramatisch ansteigen. Werden diese negativen Folgen durch eine wissensorientierte Führung aufgefangen, wird die schöne neue Arbeits-Welt viel lebenswerter, für uns alle.
S. Wendel (Wisdomclouds), I. Bacher (IT-Services der österr. Sozialversicherungen): “Agiles Knowledge Management” – Durch Kontinuierlichen Wissenstransfer zum Projekterfolg (Folien)
Nahezu alle IT-Projektverantwortlichen bemühen sich, das kollektive Wissen der Beteiligten zu erfassen und zu organisieren. Trotzdem ist der Informationsaustausch meist ineffizient, da er nur informell stattfindet, etwa via Flurfunk oder E-Mail. Konzepte aus der agilen Entwicklung und soziale Netzwerke verbessern die Sache spürbar. Die Vorgehensweise „Kontinuierlicher Wissenstransfer“ nennt sieben einfache Regeln zum Aufbau erfolgreicher Wissens-Communities. Die Plattform wisdomclouds.com setzt diese um und wird von Organisationen zum täglichen Wissenstransfer eingesetzt.