Wissenstag Österreich

Im Rahmen des Praxisforum TRIPLE-I findet erstmals der Wissenstag Österreich als eigenständige Veranstaltung statt. Der Wissenstag Österreich 2008 wird von der Plattform Wissensmanagement (PWM) organisiert.


Wieland Stützel: Wiki für alle – Skywiki als Wissensportal des Flughafenbetreibers Fraport (Folien)

Im Jahr 2007 führte Fraport ein betriebliches Wiki – Skywiki – ein. Damit Skywiki eine hohe Akzeptanz erfährt, wurde die von Wikipedia genutzte Software MediaWiki implementiert. Nach fast einem Jahr Praxistest wurden bereits 1.200 Artikel geschrieben. Entscheidend für die hohen Nutzerzahlen war letztendlich nicht die Technik sondern vielmehr die aktive Kommunikation des Tools und die intensive Ansprache potenzieller Autoren. Die Einführung eines Wikis ist Bestandteil eines umfassenden “Programms Wissensmanagement” mit weiteren Wissens-Bausteinen.


Hannes Offenbacher: Unsichtbar & berauschend schnell: Die revolutionären Wissensnetzwerke der Generation Y

Blogs, Wikis, Barcamps, Social Networks, Twitter & Co: Unterstützt von einer Lawine an neuen Kommunikationskanälen & Medientechnologien, revolutioniert die “Generation Y” (Geburtsgänge 1978-1994) unsere gesamte Mediengesellschaft. Spielerisch und selbstverständlich erschafft sie neue, berauschend schnelle und zum Teil unsichtbare Wissensnetzwerke. Diese weltumspannenden und interdisziplinären Netzwerke kreieren ihre eigene Welt, agieren außerhalb klassischer Systeme und rütteln gleichzeitig an den alten Fundamenten unserer Wirtschaft. Motto: “Das einzige Beständige ist die Veränderung – und das ist gut so.” Hannes Offenbacher wird mit Ihnen in diese faszinierende neue Welt eintauchen und ihnen Einblick in den Alltag dieser “Am Puls der Zeit” Generation geben.


Sandra Gruber: (Wissens-)Vernetzung in der Weiterbildung (Folien)

Im Bereich der Weiterentwicklung von Führungskräften und Expert/inn/en setzt die ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG auf die unternehmenseigene INFRA.academy. Die unterschiedlichen Lehrgänge der INFRA.academy sind eng miteinander verflochten. Gezielt eingesetzte (Wissens-)Netzwerke leisten einerseits einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Weiterbildungsprogramme. Andererseits tragen die Lehrgänge der INFRA.academy wiederum zum Aufbau dauerhafter (Wissens-)Netzwerke im Unternehmen bei.


Lukas Zenk / Richard Pircher: Wissensmanagement auf der Grundlage sozialer Netzwerkanalyse (Folien)

Die Verwendung des Netzwerkbegriffes ist in den letzten Jahren inflationär angestiegen. Neben der „Wissensgesellschaft“ scheint nun die „Netzwerkgesellschaft“ en vogue zu werden. Neben der Popularisierung des Netzwerk-Begriffs bleibt die Netzwerkforschung aber scheinbar weitgehend unentdeckt. Selten wird von der sozialen Netzwerkanalyse gesprochen, obwohl ihre Anwendung v.a. in Organisationen vielfältig und erfolgsversprechend ist. In dem Vortrag wird eine kurze Einführung in die aktuelle Netzwerkforschung präsentiert und der praktische Nutzen für den Bereich des Wissensmanagement anhand von konkreten Beispielen demonstriert.


Rudolf Schwab: Die Bedeutung vertrauensfördernder Maßnahmen in Netzwerken (Folien)

Vertrauen erleichtert soziale Interaktion. Sowohl für die Bildung von Netzwerken als auf für die Effektivität von Netzwerkaktivitäten kann der Aufbau von Vertrauen zum zentralen Erfolgsfaktor werden. Wie aber entsteht Vertrauen, dem allgemein eine so hohe soziale Wirkkraft zugeschrieben wird? Welche Prozesse fördern Vertrauen? Welche Vorgehensweisen sind für einen Vertrauensaufbau eher hinderlich? Gibt es in den unterschiedlichen Formen von Netzwerken besondere Bedingungen, die beim Vertrauensaufbau berücksichtigt werden müssen? All diese Fragestellungen sollen vor dem Hintergrund der Komplexität des Phänomens Vertrauen beleuchtet und konkrete Beispiele vertrauensfördernder Maßnahmen in Netzwerken aufgezeigt werden.


Barbara Geyer-Hayden, Annette Hexelschneider: Die PWM – eine Community wird visualisiert (Folien)

Wie gut kennen Sie die PWM? Welche Chancen bietet die PWM ihren Mitgliedern? Welchen Themen widmet sich die PWM? Wie weit reicht das PWM-Netzwerk? Diese und andere Themen werden im Rahmen des Vortrags visuell dargestellt. Die Informations-/Projekt- und Wissensmanagerinnen Barbara Geyer-Hayden und Annette Hexelschneider visualisieren Communities – heute die Plattform Wissensmanagement. Und lassen dabei ein überraschendes PWM-Mosaik entstehen.

Mit einer Vielfalt von Visualisierungs-Formen ermuntern sie dabei gleichzeitig Jedefrau und Jedermann visualisierter zu kommunizieren, damit ihre Botschaften nicht vergessen werden. Und sie zeigen den Nutzen von Visualisierungen im Informations- und Wissensmanagement.


Attila Kosa: Wissenstransfer nach dem Triple Helix Forschungsmodell. Förderung neuer Akteursrollen bei der Popularisierung von Wissensmanagement (Folien)

In den Diskussionen pro und contra Wissensmanagement ist die Meinung vorherrschend, daß sich Wissensmanagement ausschließlich durch seinen Praxisbezug konstituiert. Tatsächlich stehen jedoch im Hintergrund dieser Praxisdiskurse immer auch universitären Forschungs- oder Weiterbildungseinrichtungen, die die Methoden und Theoriebildung des Wissensmanagments permanent innovieren. Die Etablierung regionaler oder virtueller Transferzentren für das Wissensmangement verfolgen seit Jahren die Zielsetzung, als Think-Tanks zu fungieren, WM-Communities zu kultivieren bzw. die WM-Thematik marktfähig zu disseminieren. Aus Sicht der Grundlagen- bzw. Anwendungsforschung wird diese Form des “Wissenstransfers für Wissenmanagement” als Operationalisierung und Verzahnung von wissenschaftlichen Ergebnissen mit der Praxis verstanden. Vernachlässigt wird dabei, daß sich in den letzten Jahren verstärkt Berater in diesem institutionellen Feld aktiv engagieren und damit das klassische Konzept des Wissenstransfers sprengen. Nach dem Motto: Nur Praktiker kennen die Probleme bzw. wissen wo der Schuh drückt, ist somit längst ein erweitertes Akteursmodell nach dem Triple Helix Ansatz der Wissenschaftsforschung gefordert, daß die spezielle Expertise der Beratungsbranche integriert. Dieser Vortrag liefert anhand der Fallstudie eines regionalen WM-Transferzentrums Belege und Denkanstöße für die Notwendigkeit eines transversalen bzw. praxisgetriebenen Wissentransfers.


Erich Hartlieb/Hans Schönegger: Wissensvernetzung im Lakeside Science & Technology Park (Folien)

Mit dem Lakeside Park wurde ein modernes Technologiezentrum im Schwerpunkt Softwareentwicklung/Verkehrstelematik geschaffen. Der Standort erfreut sich inzwischen bei mehr als 20 Unternehmen und damit in Summe ca. 400 MitarbeiterInnen aus der Softwarebranche von großer Beliebtheit und hat das Potenzial sich durch diese Schwerpunktsbildung im internationalen Wettbewerb behaupten zu können.

Um das erreichen zu können wurde ein Projekt initiiert, das die Zielsetzung hat die unterschiedlichen Stärkefelder der einzelnen Betriebe zu vernetzen, Synergien zu nutzen und auf dieser Basis gemeinsame Forschungs- und Entwicklungskooperationen umzusetzen.

In diesem Erfahrungsbericht werden die Vorgehensweise sowie auch Erfahrungen, Barrieren und Erfolgsfaktoren aus diesem Projekt vorgestellt.